„Appalachian-Mountain-Music“, oder auch „Oldtime“ bezeichnet die volkstümliche Musik des amerikanischen Ostküstengebirges. Sie entstand schon bald nachdem die ersten irischen Einwanderer sich dort ansiedelten – neben dem Whiskey auch ihre Fiddel-Tunes im Gepäck – und die prägende Begegnung mit dem Banjo Mitte des 19. Jahrhunderts eine eigene Musikrichtung schuf. Meist schon in reiner 2-Mann-Besetzung zum Tanz auffordernd, entstanden mit Unterstützung durch eher perkussiv eingesetzte Gitarre-Kontrabass-Begleitungen jene treibenden Rhythmiken, die den urwüchsigen, wilden Charme dieser Musik ausmachen.



(unidentified musicians about 1905)


Kenner unterscheiden diesen speziellen Groove von dem erst in den 1930er Jahren aufkommenden „Bluegrass“-Sound, der wiederum den Boden für die moderne „Country & Western-Music“ bereitete, während die Musik der „Hillbillys“ (den „Hinterwäldlern“) nach mehr als 2 Jahrhunderten des Bestehens und der Weiterentwicklung plötzlich als zu schräg und veraltet galt.
Heute zeigt sich eine beachtliche Zahl auch junger Musiker vor allem aus den USA und Kanada als sehr interessiert an dieser „American-Roots-Music“ und macht damit deutlich, dass dieser Sound den heutigen Menschen noch einiges zu bieten hat, sich jedoch keineswegs einer Neuinterpretation verweigert – die Grenzen zwischen „echter“ Oldtime-Music, Bluegrass, Folk usw. werden flexibel gehandhabt.


Thomas Gänge

Jörg Wreden

Nigel Moore

Peter Hokema

Inne Thompson


Tradition ist Weitergabe des Feuers und nicht
die Anbetung der Asche.
(Gustav Mahler)